Das Grauen von Eichenfelde

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gravisvanus
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Das Grauen von Eichenfelde

Beitrag von gravisvanus » 10.04.2019 14:00

Rückblick "Das Grauen von Eichenfelde"

Zunächst einmal vorne weg:

Meine Erwartungen an den Con waren riesig. Es war angekündigt worden, dass wir nur das hätten, was wir selber mitbringen oder beschaffen können, dass drei Tage nonstop Action wäre, dass es dreckig und hart würde.
Da wir das Gelände schon kannten, wussten wir, dass es unmöglich zu überwachen ist und für jede Art von Schleicherei prädestiniert.
Ich kannte den Hintergrund einigermaßen und wusste daher, dass die Rosen mega weit im Plot verstrickt sind. Dazu noch der Tod des Archons im Sommer... Ich persönlich erwartete das Schlimmste.

Dementsprechend sahen unsere Vorbereitungen aus:
Im Dezember bauten wir Verpflegungsbeutel und Kraxen (nicht nur für diesen Con, aber durchaus mit dem Gedanken im Hinterkopf sie dort zu brauchen). Wir planten Ausrüstung, Essen, Marschgepäck etc. Wir waren für alles gerüstet.

Wie der Con tatsächlich war:

Alles was im Vorfeld angekündigt wurde, war der Con nicht wirklich... Der Horrorfaktor beschränkte sich auf einige wenige Momente, Untere Truppe hat wirklich von dem gelebt, was wir mitbrachten, es stellte sich jedoch heraus, dass das nicht nötig gewesen wäre.
Am ersten Abend haben wir versucht uns Holz zu erspielen, so wie es angekündigt worden war. Leider endete jeder unserer Versuche damit, dass wir den Hinweis bekamen, dass das Holz knapp sei und nichts zur Verfügung gestellt werden könne und auch keine Stellen bekannt seien, wo man Holz schlagen könne.
Dementsprechend haben wir uns selbst darum gekümmert und dabei eine Art religiösen Eifer entwickelt (wir hatten ja alles dabei :) ). Nicht zuletzt dabei haben wir einige Horrorelemente gehabt...

Nachdem sich das Essen der Taverne als regelmäßig vergiftet herausstellte (wir hatten sowieso nichts da gegessen), haben wir es unterlassen es zu probieren und uns statt dessen dringenderen Problemen zugewandt (backt man Waffeln besser im Eisen auf dem Feuer oder daneben?).

Der Plot war gut gemacht und sehr vielschichtig und hat mir gut gefallen. Wobei wir ein untrügliches Gespür für "wahre Schuldige" entwickelten (lediglich die Personen, die wir am ersten Abend wegen den Diebstählen im Auge hatten, haben sich am Ende als an keiner Intrige / Kult beteiligt herausgestellt).

Aufgrund unserer großzügigen Nachtwache (mit mindestens zwei Personen, eher vier) gab es gerade nachts sehr schöne Szenen.

Ein riesiger Glücksgriff war unsere Hausgemeinschaft: Da wir mit sechs Personen eine Achtbettenhütte bekommen hatten, aber nur vier Betten brauchten, hatten wir das Glück, dass sich eine in Mythodea ansässige Gruppe zu uns gesellte, sodass wir mit insgesamt elf Personen die Hütte vollmachten. Wären wir keine Hausgenossen gewesen, hätten wir die Gruppe wahrscheinlich nie angespielt. So aber stellte sich heraus, dass wir unglaublich kompatibel waren und sich daraus eine wirklich tolle Gemeinschaft entwickelt hat.

Auch mit einigen anderen Gruppen konnten wir schnell warm werden (allen voran hier unsere Leidensgenossen von den Elfkreuzern, die auf der Anreise genauso mit ihrem Gepäck zu kämpfen hatten wie wir) und ich persönlich war wieder einmal begeistert wie schnell auch fremde Gruppen in den Landeshintergrund von Mythodea integriert und eingeladen werden.

Die Kämpfe waren allesamt schön und episch, auch wenn ich die Endschlacht gnadenlos verschlafen habe. Waren die NSC auf Kämpfer Seite am Anfang noch etwas rar gesäht, hatte ich am Ende den Eindruck, dass sie volle Schwarmstärke erreichten und uns problemlos vom Boden hätten putzen können.
Was mir sehr gut gefallen hat war das Heiler- und Verletztenspiel. Großes Kino.

Auch wenn der Con nicht meinen Erwartungen entsprach hatte ich den Eindruck, dass er genau richtig war. Wir haben gelacht bis wir Muskelkater hatten, haben unfassbar nette Leute kennen gelernt, hatten schöne Spielmomente und zum Teil bekloppte Ideen (Warum holen wir nicht einfach den Schrein aus dem Wald?), haben viele Sachen ausprobiert, für die wir sonst zu faul (Nachtwache) oder zu wenig durchgeplant (Waffeln) waren. Wir haben der Reisegemeinschaft Ohrwürmer verpasst (Zieh, Morkaner, weiter), Essen geteilt, bekommen, getauscht und insgesamt viel, viel Spaß gehabt.

Abschließend noch ein Riesendankeschön an unsere tolle Truppe:
Elias, Patrick, Robert, Thomas, Zimmy,
Ich hoffe, wir wiederholen das noch mal.

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Zimmy
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Re: Das Grauen von Eichenfelde

Beitrag von Zimmy » 23.04.2019 12:55

Mit Sicherheit sehr gerne wieder
ventum serit tempestatem carpet

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