Con-Takt 3 - Pilgerpfade

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JaBaTo
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Con-Takt 3 - Pilgerpfade

Beitrag von JaBaTo » 01.06.2009 21:19

Orga: Nebelwölfe, Infos: http://www.larp-kalender.de/termine/ind ... ailsuche=0

Eine kleinere Con im Saarland auf der wirklich sehr toll gelegenen Teufelsburg. Wir (neben mir noch zwei Leute, die mit Morkan nichts zu tun haben) waren als NSCs da, und als solche hatten wir mächtig Spaß, auch wenn es für die SCs wohl nicht so dolle war. Immerhin - wir haben gewonnen!

Camping: Selbstversorgung. NSC-Lager war an dem Durchgangspfad zur Burg, der immer wieder von Erhohlungssuchenden zu Fuß, auf Stahlrössern oder mit Stinkschnecken frequentiert wurde. Halbwegs funktionierende Toiletten, kein Spülwasser und keine Beleuchtung machten das Ganze recht rustikal, aber erträglich. Die Orga war wenigstens um den Wassertank in den Toiletten bemüht, und auf elektrisches Licht oder Beschallung konnte ich sehr gut verzichten.

Location: Burgruine mit fabelhafter Aussicht, wenig offene Flächen, Zugang über Brücke und enge Treppen, wunderbar stimmungsvoll. Auch am Lager viel Grün, Steinbruch, Wald, ... etwas extravagant und sehr schick.

Vorfeld-Orga: Ich hatte den Flyer, aber kein Forum oder so etwas, wo ich den Eindruck hatte, mich über einen aktuellen Stand informieren zu können. Immerhin, Mails wurden schnell beantwortet; insgesamt OK. Layout der Flyer fiel gegenüber den Morkan-Flyern stark ab ;-)

Sicherheit: Habe ich als Schwachpunkt erlebt. Jeder war für seine Waffen selbst verantwortlich (ergo kein Check), und wenn wir als NSCs mal angesprochen haben, dass man mit einer Lanze nicht stechen und nicht von oben schlagen sollte, und schon gar nicht auf Gesichtshöhe, hatte das bei der Lanze schon mal gar keine Einsicht bewirkt. Der Orga haben wir das gemeldet; eine Rückmeldung nicht bekommen. Man passt sich an; einen soliden Topfhelm hatte ich ja noch dabei.

Plot: Habe ich nicht so viel von mitbekommen, und was ich mitbekommen hatte, konnte ich ohne DSA-Vorkenntnisse schlecht einordnen. Aber es gab nicht nur zig Angriffswellen zu jeder Tag- und Nachtzeit, sondern auch Prüfungen und Rätsel und die außerordendliche Schwierigkeit, natürliche Verbündete zu erkennen und für sich zu gewinnen. Soziale Kompetenz fehlte da wohl. Von den NSCs wurden immer mal wieder Gruppen als Unterstützung geschickt, weil die NSCs mit Ausrüstung, Führungsstruktur und Respawn den Spielern militärisch überlegen waren. Aber bekommt man als Hilfstruppe mal einen Happen Essen angeboten? Nein. Kümmert sich wer um die Abgesandten der einheimischen Waldläufer? Fehlanzeige. Das hat die Spieler den Sieg gekostet; mehr als freies Geleit konnten sie sich nicht erspielen.

Stimmung: Wir NSCs hatten gutes Lagerleben und auch irgendwie ein schönes Gefühl der Überlegenheit - nur am Ende gewonnen zu haben, fand ich bedrückend. Zwischendurch hatten wir der SL viele gutgemeinte Vorschläge gemacht um die Spieler etwas aufzuheitern, auf die diese glücklicherweise nicht eingegangen ist. Ich habe mal wieder mit den Zeltnachbarn neue lustige Leute kennengelernt, eine Poi-Figur gelernt und gleich den dazu passenden Klingenwirbel, und ich kenne jetzt ein paar mehr Zeilen vom Palästinalied. Unser Bauer, der ausgezogen ist, seine Berufung zu finden, hat sie an Lagerfeuer und Kochtopf gefunden :-).

Insgesamt: Tolle Location, NSC-Betreuung OK, Plot (wohl) vielschichtig, aber bei der Haltung zur Sicherheit werde ich mir einen Besuch bei den Nebelwölfen nochmal überlegen.
Ich habe mir nicht mehr zuschulden kommen lassen, als die Umstände es erforderten.

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